Willkommen auf der Seite von St. Franziskus

In den Wirren der französischen Revolution von 1789 sind sämtliche Klöster im Bistum Speyer aufgelöst und zerstört worden. 1844 kam es in Oggersheim zur Neugründung eines Klosters, in dem sich Minoriten niederließen.

Die wachsende Zahl der Katholiken ließ im Klerus den Wunsch reifen, auch im westlichen Teil der Pfalz ein Kloster für die außerordentliche Seelsorge zu erbauen. Diese Aufgabe sollte Kapuzinern übertragen werden. Das Kloster sollte in Blieskastel gebaut werden. Die Klostergründung scheiterte jedoch.

1892 richtete der Besitzer des St. Ingberter Eisenwerks Krämer ein Gesuch an den Speyerer Bischof von Ehrler, das in Aussicht genommene Kapuzinerkloster statt in Blieskastel in St. Ingbert zu errichten. Der Bischof unterstützte das Unternehmen mit Rat und Tat.

Ein Jahr später richtete der Stadtrat von St. Ingbert im gleichen Anliegen ein Gesuch an das bayrische Staatsministerium. Es blieb volle vier Jahre unbeantwortet in der Schublade liegen. Schließlich wurde dann doch nach verschiedenen Umfragen und nach Prüfung der Voraussetzungen am 11.02.1902 die Errichtung eines Kapuzinerklosters in St. Ingbert genehmigt.

Zunächst sollte es mitten in der Stadt neben der Engelbertskirche entstehen.

Diese stand damals leer, nachdem man wegen des starken Anwachsens der Bevölkerung eine große Kirche, St. Josef, hoch über der Stadt, erbaut hatte. Im Stadtrat gab es erhebliche Bedenken gegen diesen Standort. Stadtpfarrer Jakob Zimmer schlug deshalb als Bauplatz das Gelände der "Lehmkaul" im Süden der Stadt vor. Stadt und Ordensleitung gaben schließlich ihr Einverständnis.

Architekt Spülta aus Neustadt wurde mit dem Bau beauftragt. Er ließ die  Klosterkirche im neu-gotischen Stil errichten. Der Grundstein der Kirche wurde am 21. Mai 1906 gelegt.

Am 29. September 1907 weihte des Bischof von Speyer, Konrad von Busch, Kirche und Kloster. Im ersten Jahr wirkten im neu gegründeten Kloster vier Patres und vier Brüder. Das Kloster übernahm die Drittordensgemeinschaft mit 200 Mitgliedern. Nach dem ersten Weltkrieg hielten die Kapuziner viele Exerzitien im Fidelishaus und Volksmissionen in der näheren Umgebung.

Der aufkommende Nationalsozialismus erschwerte das klösterliche Leben, weil er das Sammeln von Naturalien und Geldern durch die Kapuziner verbot. Auch die Erteilung von Religionsunterrichten an Schulen wurde den Ordensleuten nicht gestattet. Statt dessen hielten sie Seelsorgestunden im Kloster, die von den allermeisten Kindern regelmäßig besucht wurden. Im Jahre 1939 wurden Teile des Klosters beschlagnahmt, da 6000 Soldaten und Westwallarbeiter in die Stadt kamen.

Am 1. November 1941 wurde Pater Romuald Treml zum ersten Expositus in St. Franziskus ernannt. Er hatte damals 3369 Seelen zu betreuen.

Nach dem Krieg erblühte wie immer in und nach schweren Zeiten das kirchliche Leben. Die Gotteshäuser füllten sich.

Am 15. November 1947 wurde Pater Agnellus, gebürtiger Kirkeler, neuer Expositus. Er musste allerdings schon bald wegen eines schweren Herzleidens auf die Expositur verzichten. Am 1. Juni 1948 trat Pater Mauritius Heger seine Nachfolge an.

Die neue Orgel der Klosterkirche wurde am 19. Juni 1949 eingeweiht.

1950 werden Decke, Gesimse, Fenster mit Bleiverglasung, Holzvorbau der Empore und vieles mehr renoviert.

1951 wird das Richtfest des neuen Saalbaus gefeiert.
1957 feiert die Kirche St. Franziskus ihr 50-jähriges Bestehen.

Am 1. Juli 1960 musste die Kirche wegen Einsturzgefahr geschlossen werden. Am 23. Juli 1960 konnte sie, nach der Abstützung der Decke und Verstärkung des Dachstuhls, wieder benutzt werden.

1963 beginnt der Bau des Kindergartens und des Jugendfreizeitzentrums auf der unteren Hälfte des Klostergartens. Am 10. Dezember 1964 werden der Kindergarten und das Jugendheim eingeweiht. Schwester Justine, eine Franziskanerin, wird Betreuerin von 70 Kindern.

Am 2. November 1965 stirbt Pater Mauritius.

1966 zwingen personelle Probleme die Ordensleitung der Kapuziner, die Auflösung des St. Ingberter Klosters in Erwägung zu ziehen. Im Juli kommt die Nachricht von der endgültigen Schließung des Kapuzinerklosters. Am 16. August 1966 werden die Kapuziner aus St. Ingbert verabschiedet. Bereits einen Tag später treten die Herz-Jesu-Missionare ihren Dienst an. Am 11. Dezember 1966 wird Pater Hagedorn in sein Amt als neuer Kurat eingeführt.

Am 10. März 1968 wird die St. Franziskuskirche, nach erweiterten und erneuerten Umbaumaßnahmen, von Bischof Dr. Emanuel eingeweiht.

1969  wird Pater Paul Kock neuer Kurat. Am 1. Oktober 1969 wird die Kuratie in eine Pfarrei umgewandelt, was zu rechtlicher Selbstständigkeit führt. Die Gemeinde besteht aus 4000 Mitgliedern.

Im Juli 1973 scheidet Pater Kock aus gesundheitlichen Gründen aus dem Dienst aus, am 22. September wird Pater Engelbert Schütte MSC neuer Pfarrer von St. Franziskus. Er feiert seinen Abschied am 18. Juli 1982. Pater Hans Lamers übernimmt am 5. September des Jahres die Pfarrei.

1987 wird die Kirche St. Franziskus renoviert.
Am 15. Mai 1994 wird die neue Orgel eingeweiht.
Im Juli 2005 wird Pater Lamers verabschiedet und wechselt nach Münster.

Mit Wirkung vom 1. September 2005 wird Pater Bernhard Trilling MSC von Bischof Anton Schlembach zum neuen Pfarrer ernannt.

2007 feiert St. Franziskus seinen 100. Geburtstag.
Reihenfolge der seelsorglichen Betreuung von St. Franziskus:

1948-1961

1969-1973

 

Pater Mauritius

Pater Kock

 
   
 

1961-1966

1973-1982

 

Pater Waldefried

Pater Schütte

 
     

1966

1982-2005

 

Pater Hildebert

Pater Hans Lamers

 
     

1966-1969

seit 2005

 

Pater Hagedorn

Pater Bernhard Trilling

 
     

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